Kill Switch für KI-Agenten: in-manas startet europäisches Sovereign AI OS
Zentrale Betriebs- und Kontrollschicht für KI-Agenten läuft auch auf kundeneigener Infrastruktur
von in-manasverifizierter Absender
Der österreichische Technologieanbieter in-manas hat am 15. Oktober 2026 das Sovereign AI OS veröffentlicht, eine zentrale Betriebs- und Kontrollschicht für KI-Agenten, mit der Unternehmen Zugriffsrechte festlegen, Aktionen nachvollziehen, Kosten begrenzen und einzelne Agent Runs per Kill Switch stoppen können.

Auf einen Blick
- Anbieter
- in-manas: intelligent management solutions GmbH, Innsbruck (Österreich)
- Gegründet
- 2016, Standorte Innsbruck und Las Palmas
- Produkt
- Sovereign AI OS, headless (unabhängig von einer Benutzeroberfläche)
- Verfügbarkeit
- ab 15.10.2026 für alle Unternehmen und Institutionen
- Kernfunktionen
- Zugriffsrechte je Agent, Protokollierung von Aktionen und Kosten, Kill Switch pro Agent Run, Budgets je Agent, Abteilung oder Unternehmen, Agent Builder mit Freigabeprozess
- Betrieb
- dedizierte Instanz auf Kundeninfrastruktur (inkl. lokaler Open-Weight-Modelle) oder souveräne Cloud in Europa
- Zielbranchen
- Energieversorgung, Gesundheitswesen, öffentlicher Verkehr, Logistik, technologieintensive Industrie, Verteidigung
- Genannte Kunden
- Biolyz, EAM, Papstar, Eurac Research, Universität Innsbruck
- Genannte Partner
- Bosch Software and Digital Solutions, fme
- Praxisbeispiel
- Biolyz, Kostenobergrenze 2 € pro Agent Run, laut in-manas auf 20 Cent gesenkt (Unternehmensangabe, nicht unabhängig geprüft)
- Regulatorischer Bezug
- EU AI Act (Art. 14, menschliche Aufsicht), NIS2
- Website
- in-manas.com
Pressemitteilung vom 15. Oktober 2026
Was das Sovereign AI OS leistet
Mit dem Sovereign AI OS können Unternehmen Zugriffsrechte für KI-Agenten festlegen, deren Aktionen nachvollziehen, Agent Runs über einen „Kill Switch“ stoppen und Kosten kontrollieren. Nach Angaben von in-manas ist die Lösung für sensible Anwendungen in der Energieversorgung, im Gesundheitswesen, im öffentlichen Verkehr, in der Logistik, in der technologieintensiven Industrie und im Verteidigungssektor ausgelegt. Sie ist nach Unternehmensangaben bereits bei ausgewählten Referenzkunden im Einsatz und steht seit dem 15. Oktober 2026 allen Unternehmen und Institutionen zur Verfügung.
Warum die Steuerung zur Infrastrukturfrage wird
Einzelne KI-Agenten lassen sich schnell entwickeln und erproben. Sobald Unternehmen viele Agenten parallel im regulären Betrieb einsetzen, wird ihre Steuerung laut in-manas zur Infrastrukturfrage: Mit der Zahl der Agenten steigen Tokenkosten, manuelle Nacharbeit und das Risiko von Fehlfunktionen. Anders als Chatbots greifen Agenten selbstständig auf Daten und Systeme zu und lösen Aktionen aus. Fehler, Fehlkonfigurationen oder manipulierte Eingaben können sich dadurch unmittelbar auf Geschäftsprozesse auswirken.
„Wer KI-Agenten in kritischen Anwendungen ohne klare Zugriffsregeln, Kostenlimits und Kill Switch einsetzt, handelt fahrlässig. Als wir begonnen haben, eigene Agenten zu entwickeln, habe ich direkt gesehen: Sie brauchen klare Grenzen – und die Möglichkeit, jeden Agent Run sofort zu stoppen. Deshalb haben wir mit dem Sovereign AI OS eine Plattform entwickelt, die genau diese Kontrolle ermöglicht“

Eine Kontrollstruktur für mehrere Systeme
Das für europäische Unternehmen entwickelte Sovereign AI OS führt unterschiedliche Agenten und Plattformen in einer gemeinsamen Kontrollstruktur zusammen. So bleiben Zugriffe, Aktionen und Kosten an einer Stelle sichtbar, auch wenn im Unternehmen mehrere Systeme parallel im Einsatz sind. Es ist headless, also unabhängig von einer bestimmten Benutzeroberfläche: Bestehende Werkzeuge und Anwendungen können weiter genutzt werden, während Steuerung und Kontrolle zentral darunterliegen. Unternehmen können zudem eigene Anwendungen und Benutzeroberflächen darauf aufbauen. Mit dem integrierten Agent Builder entwickeln sie eigene KI-Agenten und überführen sie über einen geregelten Freigabeprozess in den produktiven Betrieb.

Betrieb auf eigener Infrastruktur oder in einer europäischen Cloud
Die Plattform lässt sich als dedizierte Instanz auf der Infrastruktur des Kunden betreiben, einschließlich lokal betriebener Open-Weight-Modelle, oder in einer souveränen Cloud innerhalb Europas. Unternehmen steuern Datenzugriffe zentral und können Modelle und Anbieter über die Konfiguration wechseln, ohne jeden Agenten einzeln anzupassen.
Protokoll, Kill Switch und Budgets
Während der Ausführung protokolliert das System die Aktionen und Kosten jedes Agent Runs, auch bei Fehlern oder Abbrüchen. Verantwortliche können dadurch nachvollziehen, was ein Agent getan hat, und über den Kill Switch den Agent Run sowie die zugehörigen Modell-, Daten- und Toolzugriffe stoppen. Budgets lassen sich für einzelne Agenten, Abteilungen oder das gesamte Unternehmen festlegen. Werden definierte Grenzen erreicht, warnt das System oder bricht den Agent Run automatisch ab. Die Dokumentation unterstützt nach Angaben von in-manas interne Prüfungen und regulatorische Nachweise, etwa im Rahmen des EU AI Act, und liefert zusammen mit der zentralen Zugriffssteuerung eine Grundlage für das Cybersicherheits-Risikomanagement nach NIS2.

Praxisbeispiel Biolyz: Kosten pro Agent Run
Wie sich die Kostenkontrolle praktisch auswirkt, zeigt nach Angaben von in-manas eine Kundenanwendung beim Healthtech-Unternehmen Biolyz: Dort geben KI-Agenten Leistungssportlern Empfehlungen zu Ernährung, Schlaf und Bewegung. Biolyz hatte eine Kostenobergrenze von zwei Euro pro Agent Run festgelegt. Durch detaillierte Kostenerfassung und schrittweise Optimierung der Arbeitsschritte konnte in-manas die Kosten bei einzelnen Agent Runs auf 20 Cent senken, ein Zehntel der Obergrenze. (Unternehmensangabe, nicht unabhängig geprüft.)
Hintergrund: KI-Agenten müssen kontrollierbar bleiben
Die Frage, wer KI-Systeme im Ernstfall anhalten kann, ist inzwischen auch in der Politik angekommen. Der EU AI Act sieht für Hochrisiko-KI-Systeme wirksame menschliche Aufsicht vor. Dazu gehört, dass Menschen in den Betrieb eingreifen und das System über eine „Stopp“-Funktion in einen sicheren Zustand bringen können (Art. 14) [1]. Bundesdigitalminister Karsten Wildberger forderte laut Pressemitteilung im September auf der KI-Konferenz ALL IN in Montréal, dass Menschen KI-Systeme steuern, korrigieren und bei Bedarf stoppen können müssen [2]. In Kalifornien hat Gouverneur Gavin Newsom per Executive Order eine Expertengruppe beauftragt, Empfehlungen vorzulegen, darunter eine mögliche Pflicht zu Notabschaltungen für besonders leistungsfähige Frontier-Modelle [3].
Für sensible Anwendungen in der Energieversorgung, im Gesundheitswesen oder im öffentlichen Verkehr reicht die Möglichkeit zum Eingreifen allein nicht aus. Ebenso entscheidend ist laut in-manas, wer die Infrastruktur betreibt, wer auf Daten zugreifen kann und welche Abhängigkeiten von Modell- und Cloudanbietern bestehen. Europäische Souveränität bedeutet demnach, die KI-Verarbeitung unter eigener Kontrolle auf europäischer Infrastruktur betreiben und die eingesetzten Anbieter wechseln zu können. In Unternehmen stelle sich die Kontrollfrage auf der Ebene der Anwendung: Welche Aktionen darf ein Agent ausführen, wer kann eingreifen, und lässt sich im Nachhinein belegen, was geschehen ist?
Einordnung der Redaktion
Die Angaben zu Kunden, Partnern und zur Kostensenkung bei Biolyz stammen von in-manas und sind nicht unabhängig geprüft. Auf in-manas.com sind EAM, Papstar, Eurac Research, die Universität Innsbruck und Bosch als Referenzen sichtbar (Redaktionsprüfung vom 20.10.2026), Biolyz und fme dort nicht. Die Nennung wurde vom PR-Berater des Unternehmens bestätigt. Art. 14 des EU AI Act betrifft Hochrisiko-KI-Systeme. Die Pressemitteilung sagt nicht, ob das Sovereign AI OS selbst so eingestuft ist, sie beschreibt es als Unterstützung für interne Prüfungen und Nachweise. Die Executive Order des Gouverneurs von Kalifornien vom 18. September 2026 beauftragt eine Expertengruppe, innerhalb von zwei Monaten Empfehlungen vorzulegen. Eine Notabschaltung für Frontier-Modelle ist dort ein Vorschlag, der geprüft wird, kein beschlossenes Gesetz. Weitere Meldungen zu KI und Software auf Leitquelle: Lern-App Clarity School und Clarity 2 von Audecius, whaaat.ai: Plattform für KI-Marketing-Agenten und GalleryDock: Kundengalerien jetzt auf Englisch. Alle Angaben zu in-manas sammelt der Newsroom von in-manas.
Fragen & Antworten zu dieser Meldung
01Was ist das Sovereign AI OS von in-manas?
Eine zentrale Betriebs- und Kontrollschicht für KI-Agenten des österreichischen Technologieanbieters in-manas. Es führt unterschiedliche Agenten und Plattformen in einer gemeinsamen Kontrollstruktur zusammen, sodass Zugriffe, Aktionen und Kosten an einer Stelle sichtbar bleiben. Es ist seit dem 15. Oktober 2026 für alle Unternehmen und Institutionen verfügbar.
02Was bewirkt der Kill Switch im Sovereign AI OS?
Verantwortliche können einen laufenden Agent Run samt zugehörigen Modell-, Daten- und Toolzugriffen stoppen. Das System protokolliert Aktionen und Kosten jedes Runs auch bei Fehlern oder Abbrüchen. Werden definierte Budgetgrenzen erreicht, warnt es oder bricht den Run automatisch ab.
03Wo lässt sich das Sovereign AI OS betreiben?
Als dedizierte Instanz auf der Infrastruktur des Kunden, einschließlich lokal betriebener Open-Weight-Modelle, oder in einer souveränen Cloud innerhalb Europas. Modelle und Anbieter lassen sich über die Konfiguration wechseln, ohne jeden Agenten einzeln anzupassen.
04Welche Rolle spielen EU AI Act und NIS2?
Laut in-manas unterstützt die Dokumentation des Sovereign AI OS interne Prüfungen und regulatorische Nachweise, etwa im Rahmen des EU AI Act, und liefert zusammen mit der Zugriffssteuerung eine Grundlage für das Cybersicherheits-Risikomanagement nach NIS2. Art. 14 des EU AI Act verlangt für Hochrisiko-KI-Systeme wirksame menschliche Aufsicht, einschließlich einer „Stopp“-Funktion.
05Wie wirkt sich die Kostenkontrolle praktisch aus?
Beim Healthtech-Unternehmen Biolyz, dessen KI-Agenten Leistungssportlern Empfehlungen zu Ernährung, Schlaf und Bewegung geben, lag die Kostenobergrenze bei zwei Euro pro Agent Run. Nach Angaben von in-manas sanken die Kosten einzelner Runs durch detaillierte Erfassung und Optimierung auf 20 Cent (Unternehmensangabe, nicht unabhängig geprüft).
Zitierfassung
Der österreichische Technologieanbieter in-manas hat am 15. Oktober 2026 das Sovereign AI OS veröffentlicht, eine Betriebs- und Kontrollschicht für KI-Agenten mit Zugriffssteuerung, Protokollierung, Budgetgrenzen und Kill Switch. Es läuft auf kundeneigener Infrastruktur oder in einer europäischen Cloud.
Quelle: Pressemitteilung von in-manas, 15.10.2026, veröffentlicht auf Leitquelle.
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Quellen
Über in-manas
in-manas ist ein 2016 gegründeter europäischer Technologieanbieter mit Standorten in Innsbruck und Las Palmas. Das Unternehmen entwickelt KI-Lösungen für Unternehmen und Institutionen und das Sovereign AI OS, mit dem sie eigene KI-Agenten sicher, nachvollziehbar und wirtschaftlich betreiben können. Der Fokus liegt auf kritischen und sensiblen Anwendungen, bei denen Unternehmen die Kontrolle über Daten, Modelle, Zugriffe, Kosten und Risiken behalten müssen. Zu den Kunden zählen Biolyz, EAM, Papstar, Eurac Research und die Universität Innsbruck, zu den Partnern Bosch Software and Digital Solutions und fme. Website: in-manas.com.
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